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Vietnam: Einer der blutigsten Kriege der Menschheit

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Seit 1961 sind rund zwei Millionen Vietnamesen getötet worden, 300.000 werden vermisst, auch Hunderttausende Kambodschaner und Laoten sind ums Leben gekommen; in Nordvietnam wurden allen sechs Industriezentren schwerste Schäden zugefügt, in Südvietnam 9.000 der 15.000 Dörfer vernichtet; Bomben, Minen und Pflanzengifte haben Millionen Hektar Land zerstört und verseucht; im Süden des Landes sind eine Million Witwen, 900.000 Waisen, eine halbe Million Krüppel und 200.000 Prostituierte hinterblieben – Tribut eines der blutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte.

Flächenbombardierung in Saigon...
Bombenkrater in der Nähe von Saigon im Jahre 1968. US-B-52-Bomber starten eine groß angelegte Flächenbombardierung.
Im Jahre 1947 verkündet US-Präsident Harry S. Truman eine Doktrin zur “Eindämmung des Kommunismus”. Zwei Jahre zuvor gibt er den Befehl für den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Harry S. Truman wird im Jahre 1948 als US-Präsident wiedergewählt.

Die Truman-Doktrin bestimmt über zwei Jahrzehnte das Schicksal der Menschen in Vietnam auf das Grausamste, weil die nachfolgenden US-Präsidenten, insbesondere Lyndon B. Johnson an der Truman-Doktrin und damit am Vietnamkrieg verbittert festhalten. Die Doktrin galt zunächst zum Schutz der Türkei und Griechenland vor der UDSSR, erhob jedoch einen universalen Geltungsanspruch. Offiziell treten die Amerikaner im Jahre 1964 in den Vietnamkrieg ein, inoffiziell sind sie schon Ende der 40er Jahre maßgeblich am Geschehen in Vietnam beteiligt. Um mit der Eindämmungs-Politik keinen Weltkrieg auszulösen, verkünden die Amerikaner der Weltöffentlichkeit, dass am 4. August 1964 ihre Zerstörer “Maddox” von den Nordvietnamesen angegriffen wurde und eine militärische Antwort unerlässlich sei. Heute gilt es als bewiesen, dass dieser Angriff nie stattgefunden hat. Doch der Eintritt der USA in den Vietnamkrieg wurde damit vollzogen, ohne die anderen Großmächte UDSSR und China direkt herauszufordern.

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